Betreff: Newsletter Reformationsjubiläum Juni 2017

EKIR Newsletter
Reformationsjubiläum 2017 - Newsletter Juni 2017
Liebe Leserinnen und liebe Leser!
Foto: S. Niemeyer

Der Sommer der Reformation hat begonnen. Mit der Eröffnung der Weltausstellung in Wittenberg und dem Kirchentag in Berlin ist der Sommer 2017 eingeläutet worden. Um die schöne Wittenberger Altstadt herum sind beeindruckende Installationen aufgebaut worden, die u.a. in die Themen Spiritualität, Gerechtigkeit, Ökumene und Religion und Kultur einführen. Kirchen sind mit eigenen Ausstellungen und Angeboten präsent und zeigen auf einzigartige Weise am geschichtsträchtigen Ort reformatorische Impulse für die Gegenwart. Mit der Ausstellung „Gelebte Reformation – Die Barmer Theologische Erklärung“ sind die evangelischen Kirchen Rheinland, Westfalen und Lippe dort präsent.

Kurzum: Es lohnt sich, in diesem Sommer nach Wittenberg zu fahren. Wer meint, erst „nach dem Trubel“ in diesem Jahr dorthin zu fahren, wird etwas Einmaliges verpassen.

Aber auch in unseren Gefilden ist viel los. Zahlreiche Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten finden statt, das große Ökumenische Christusfest auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz – die Auswahl an spannenden und interessanten Angeboten landauf und landab ist groß.

Viel Freude bei der Lektüre und ein gesegnetes Pfingstfest wünscht Ihnen
Ihr Martin Engels
Projektleiter Reformationsjubiläum 2017

Los geht’s zur Weltausstellung Reformation


Von Cartoonist Michael Hüter gibt es diesmal die ultimative Lobhudelei: Wittenberg ist ein wunderbares Ziel. Die Weltausstellung Reformation „Tore der Freiheit“ kann man nur wärmstes für einen Kurztrip oder Zwischenstopp empfehlen. Fahrt und Unterkunft organisieren, Sonnenbrille einpacken - und los geht’s!

Der Cartoon ist unter Quellangabe Michael Hüter für ekir.de / CC BY ND 4.0 frei verwendbar: Download



Wittenberg: Da muss man in diesem Jahr einfach gewesen sein


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
besucht gleich am Eröffnungstag der
Weltausstellung Reformation die rheinisch-
westfälisch-lippische Ausstellung "Gelebte
Reformation".




Präses Annette Kurschus, Landessuperintendent
Dietmar Arends (M.) und Präses Manfred Rekowski
in der Ausstellung "Gelebte Reformation".

Die Tore sind geöffnet, die Weltausstellung Reformation „Tore der Freiheit“ zum 500. Reformationsjubiläum läuft. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, hatte in Wittenberg die Weltausstellung Reformation in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet. Insgesamt gibt es in der Lutherstadt sieben Torräume, in denen 80 Aussteller aus Kirche, Gesellschaft und Politik ein vielfältiges Programm anbieten.

„Endlich ist der Reformationssommer da! Ich freue mich auf ein fröhliches Fest des Glaubens“, sagte Bedford-Strohm zum Start. „Das Interesse an Martin Luther als Person, aber auch an den anderen Reformatoren und an ihrer inhaltlichen Botschaft ist riesengroß.“

Außerdem erklärte der Theologe: „2017 ist ein Beteiligungsjubiläum geworden, bei dem sich sehr viele Menschen begeistert engagieren.“ Er hoffe, dass sich viele Menschen für die Botschaft der Reformation neu begeistern lassen. Und er warb: „Ich kann nur wärmstens empfehlen, im Reformationssommer 2017 mindestens einmal nach Wittenberg zu kommen. Da muss man in diesem Jahr einfach gewesen sein.“

Der Bundespräsident ist am Eröffnungstag u.a. auch in die Ausstellung „Gelebte Reformation“ gekommen, dem Beitrag der drei Landeskirchen im Westen, darunter die Evangelische Kirche im Rheinland. Diese Ausstellung macht den Impuls der Reformation anhand der Barmer Theologischen Erklärung von 1934 lebendig.

Bundespräsident besucht Barmen-Ausstellung


Drei Leitende Geistliche bei „Gelebte Reformation"

Die Weltausstellung – frisch im Foto

Die wichtigste Informationen über die Weltausstellung

 

Pfingsten I: Solinger Konfis bei der Konficamp-Premiere
Bis Pfingstsonntag sind 28 Solinger Konfirmandinnen und Konfirmanden beim Konficamp in Wittenberg. Sie treffen dort Konfis aus ganz Deutschland. Sie werden Teil der Gemeinschaft von insgesamt 1.500 Konfis und Teamer in Wittenberg sein, untergebracht in einer großen Zeltstadt. Unter dem Motto „Trust and Try“ geht es um Grundthemen der Reformation: Glauben an Gott und Mut zum Leben. Besuche von Schlosskirche und Weltausstellung Reformation stehen natürlich auch auf dem Programm. Das Konficamp ist das erste, bis September folgen weitere.

Solinger Konfis in Wittenberg

Konfiscamps in Wittenberg
 

Pfingsten II: „Vergnügt, erlöst, befreit“ in Koblenz ökumenisch feiern


Eingeladen sind alle. Im Jahr des 500. Reformationsjubiläums wird am Pfingstmontag, 5. Juni, groß gefeiert: Auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz findet das Ökumenische Christusfest statt. Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche der Pfalz, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Region Südwest (ACK-Südwest) und die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) laden unter dem Motto „vergnügt, erlöst, befreit“ dazu ein. Der Eintritt zur Festung ist an diesem Tag frei.

Christinnen und Christen feiern an diesem Tag gemeinsam ihren Glauben. „Wir kommen aus einer bunten und fröhlichen Vielfalt unterschiedlicher kirchlicher Traditionen. Uns eint der Glaube an Jesus Christus“, sagt Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene der rheinischen Kirche.

Besucherinnen und Besucher erwartet zwischen 10 und 18 Uhr ein buntes Programm. Ein ökumenischer Gottesdienst, der live im Deutschlandfunk übertragen wird, eröffnet das Fest. Wie man auch mal anders Gottesdienst feiern kann zeigen im Lauf des Tages unter anderem ein Oasengottesdienst, ein Spotlight-Gottesdienst und ein Friedensgebet. Chöre und Orchester aus der Region unterhalten den ganzen Tag über musikalisch - zum Beispiel mit Gospel, Posaunen und einem Rap zur Ehre Gottes. Begegnungen mit dem Reformator Martin Luther gibt es in Theater-, Spiel- und Mitmachaktionen.

Auch Kinder und Jugendliche können zu Entdeckungstouren auf den Spuren Luthers aufbrechen: Sie können Lutherbrötchen backen, in eine Druckwerkstatt hineinschnuppern oder bei einem Luther-Kartenspiel mitmachen. Dazu gibt es zahlreiche Bewegungs- und Kreativangebote für Kinder wie Hüpfburg, Spielmobil, Jonglage, Kinder-Kino und Basteln. Auch ein Mini-Gottesdienst für Eltern mit kleinen Kindern steht auf dem Programm.

Gäste aus europäischen Partnerkirchen diskutieren auf drei Podien zu den Themenschwerpunkten Verantwortung der Kirchen für Europa, Entwicklungspolitik und Stand der Ökumene. Die Wanderausstellung der rheinischen Kirche „Reformatorinnen. Seit 1517“ präsentiert Frauen, die die Reformation voranbrachten. Auf einem Markt der Möglichkeiten stellen Kirchengemeinden, diakonische Einrichtungen und kirchliche Gruppen aus der Region ihre Arbeit vor. Den Schlusspunkt setzt ein Sendungsgottesdienst.

Die Festung Ehrenbreitstein ist über eine Seilbahn von den Rheinanlagen in Koblenz aus zu erreichen.

Programm, Anfahrt und weitere Informationen: christusfest-koblenz.de
Social-Media: Hashtag #christusfestkoblenz
Social-Media-Wall 



Pfingsten III: Christusfest auch in Münster
Zum Ökumenischen Gottesdienst und einem anschließenden gemeinsamen Fest sind Christinnen und Christen am Pfingstmontag, 5. Juni, zum Domplatz in Münster eingeladen. „Gemeinsam Zukunft gestalten“ lautet der ökumenische Aufruf, der an diesem Tag unterschrieben werden wird. Für die Evangelische Kirche im Rheinland wird Vizepräses Christoph Pistorius den Aufruf unterzeichnen. 500 Jahre nach der Reformation rücken evangelische und katholische Kirche enger zusammen – das zeigen Gottesdienst, Aufruf und Fest, bei dem u.a. Judy Bailey auftreten wird.



Pfingsten IV: Psalmen bestimmen den Ökumenischen Brückenweg in Köln
Psalmen stehen im Mittelpunkt des Ökumenischen Brückenwegs am Pfingstmontag, 5. Juni, in Köln. Dazu lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln (ACK) ein. Das Motto lautet: „Lebenslieder – Mit Psalmen unterwegs“. Mit dem gemeinsamen Pilgerweg endet das auf zwei Jahre angelegte ökumenische Projekt „Mit Psalmen Brücken bauen“.

Kölns Stadtsuperintendent Rolf Domning: „Der Brückenweg ist ein wunderbares ökumenisches Zeichen für das, was uns als Kirchen in der Stadt verbindet. Wir machen uns gemeinsam auf den Weg.“ Und Psalmen sind der „Herzschlag der Reformation“, sagt Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie. Gepilgert wird zu sechs Stationen.

Ökumenisch eingeladen wird auch zum Versöhnungs- und Tauferneuerungsgottesdienst am 24. Juni im historischen Baptisterium unterhalb des Kölner Doms. In dem Gottesdienst wird eine Resolution als gemeinsamer Beitrag der Kölner Ökumene verabschiedet.
Ausführlicher Bericht



Ökumene und Reformationsjubiläum: Buch „Nehmt einander an“ erschienen
Auf die Ökumene zwischen Zweitem Vatikanischem Konzile und 500. Reformationsjubiläum schaut das soeben erschienene Buch „Nehmt einander an“, herausgegeben vom Kölner Ökumeniker Pfr. i.R. Dr. Hans-Georg Link und von Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, die  Theologin leitet die Abteilung Theologie und Ökumene im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland.
Der Dokumentarband versammelt bedeutende ökumenische Zeugnisse für die Beziehungen zur römisch-katholischen Kirche sowie zu den Freikirchen und der Orthodoxie. Das Buch zeigt, „dass es nicht eine erzwungene Notwendigkeit zu Kooperation, Dialog und ökumenischen Begegnungen war, die die Evangelische Kirche im Rheinland antrieb, sondern zutiefst theologische Grundkenntnisse“, so Barbara Rudolph.

Der Blick von Präses Manfred Rekowski ist im Kontext dieser Rückschau auf 50 Jahre vor allem evangelisch-katholischer Ökumene hoffnungsvoll. Er spielt auf den Titel an: „Aus dem Imperativ ,Nehmt einander an‘ (Röm 15,7) ist in vielen Arbeitsfeldern unserer Kirchen bereits ein Perfekt geworden: ,Wir haben einander angenommen‘.“
Ausführliche Buchbesprechung


Landauf, landab: 95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten
95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten: Auf der Dachterrasse

Zu Gottesdiensten an ungewöhnlichen Orten hat die Evangelische Kirche im Rheinland anlässlich des Reformationsjubiläumsjahres 2017 aufgerufen. Der Bad Godesberger Unternehmer und Verleger Norman Rentrop hat die Initiative aufgegriffen. So findet am Mittwoch, 21. Juni, 17.30 Uhr auf der Dachterrasse des früheren Bundeskriminalamtes und heutigen Sitz des VNR Verlages für die Deutsche Wirtschaft in Bad Godesberg ein ökumenischer Gottesdienst statt. Verlagsmitarbeiter, Mitglieder der Kirchengemeinden und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind willkommen.

Gewählt wurde die zeitliche Nähe zum Johannistag, 24. Juni. „Im Anfang war das Wort“,heißt es zu Beginn des Johannes-Evangeliums. Für einen Fachverlag,  der seit mehr als vierzig Jahren mit publizistischer Beratung Fachwissen praxisnah vermittelt, ist eine klare und verständliche Sprache tägliches Brot. Die Bedeutung des Wortes in Zeiten digitaler und gesellschaftlicher Veränderungen auf andere Weise als in Seminaren oder Fachtagungen in den Mittelpunkt zu stellen, ist Ausgangspunkt für die inhaltliche Gestaltung dieses Gottesdienstes. Hochhaus  Koblenzer Straße 99-103, Ecke Theodor-Heuss-Straße, Bonn.


95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten: Bei diakonischen Arbeitsprojekten

Die Diakonie Wuppertal lädt für den 22. Juni, 14 Uhr, in ihre Arbeitsprojekte in der Magaretenstraße in Wuppertal-Unterbarmen zum Gottesdienst an ungewöhnlichem Ort. Formuliert werden „95 Sätze für Menschen in Wuppertal“.


95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten: In der Bibliothek

„Verstehst Du auch, was Du liest? Die theologische Bibliothek als Ort der Inspiration für das Nachdenken über Gottes Wort“ lautet die Überschrift des Gottesdienstes in der Hochschul- und Landeskirchenbibliothek im Theologischen Zentrum Wuppertal.  Der Termin: Samstag, 10. Juni, 12 Uhr.


95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten: Im Hof des Weinguts

Wo Luther auf dem Weg nach Worms einst rastete, wird jetzt Gottesdienst gefeiert: im Hof des Weingutes Schuppert in Guntersblum. Dazu laden die Markuskirchengemeinde Mülheim an der Ruhr und die Gemeinde Guntersblum ein für den 11. Juni, 11 Uhr.


95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten: Am Neuwieder Rheinufer

„Mit meinem Gott springe ich über Mauern! Gottesdienst am Deich“ heißt der Tauferinnerungsgottesdienst am 25. Juni, 17 Uhr. Der Gottesdienst gehört zu den 95 Gottesdiensten an ungewöhnlichen Orten zum 500. Reformationsjubiläum: Er findet an der Treppen am Pegelturm am Rheinufer in Neuwied statt.


95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten: Im Röntgen-Museum

Am 25. Juni, 10 Uhr, wird Gottesdienst im Röntgen-Museum in Remscheid-Lennep gefeiert, und damit im Geburtsort von Geburtsort von Wilhelm Conrad Röntgen.


95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten: Im Hochseilgarten

Ebenfalls am 25. Juni, Beginn 11 Uhr, findet ein Gottesdienst im Hochseilgarten zur Eröffnung des Sommerfestes der Graf-Recke-Stiftung statt.


95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten: Auf der Reiterwiese

Um 11.30 Uhr beginnt am 25. Juni der Gottesdienst auf dem Reiterhof Hasthaushof in Ratingen – ein Familiengottesdienst auf der Reiterwiese.


95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten: Am Barbaraturm

Um 18 Uhr am 25. Juni gibt es einen Gottesdienst am Barbaraturm in Malberg – das bunte Programm für Familien beginnt schon zuvor um 15 Uhr.


95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten: Im Unperfekthaus

Im Unperfekthaus in Essen wird anm 25. Juni, 15 Uhr, ein Inklusiver Gottesdienst der Aktion Menschenstadt gefeiert. Der Titel: „Für dich soll’s Lutherrosen regnen“.


95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten: In der Feuerwache

Zum Gottesdienst "es rücken aus..." geht’s am 30. Juni, 18 Uhr, in die Feuer- und Rettungswache der Stadt Moers. Der Betrieb wird nicht aufgehalten werden können: Im Fall der Fälle werden in der Fahrzeughalle auch während der Gottesdienstzeit Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und des Rettungsdienstes einschließlich Notarzt ausrücken.


95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten: Auf einem innerstädtischen Platz

"Nimm Platz!" Das gilt für den Gottesdienst und das „FeierAbendBrot“ auf dem Fronhof in Solingen. Der Termin: 30. Juni, 19 Uhr. Auf dem städtischen Platz im Schatten der Stadtkirche erwartet die Teilnehmenden eine Art Picknick zu Gesprächen über Gott und die Welt.


Rückblick: Gottesdienst im Steinbruch

Einen Gottesdienst an ungewöhnlichem Ort, nämlich im Steinbruch Oetelshofen feierten Christinnen und Christen unter dem Motto "Du stellst meine Füsse auf weiten Raum". Nachlesen



Vergnügt, erlöst, befreit beim Kreiskirchentag in Xanten


Der Kirchenkreis Kleve lädt im Jubiläumsjahr 500 Jahre Reformation am 25. Juni zum Kreiskirchentag in Xanten ein. Im Archäologischen Park Xanten präsentieren sich Kirchengemeinden, kreiskirchliche Arbeitsgebiete, Fachausschüsse, die Verwaltung, die Diakonie im Kirchenkreis Kleve sowie regionale kirchliche Dienste und Einrichtungen. Sie setzen an über dreißig Ständen das Motto „Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“ durch zahlreiche Mitmach-Aktionen um und versprechen so ein buntes Programm. Bubble-Balls, eine Malaktion der evangelischen Jugend, Töpfern, Federkiel-Schreiben und Gestalten alter Bibeln zu Kunstwerken stehen auf dem Programm.

Der Tag beginnt um 11 Uhr mit dem Eröffnungsgottesdienst im Amphitheater. „Einladungen zum Fest des Glaubens“ sprechen auch die beteiligten Musiker aus: Den Gottesdienst begleiten Sängerinnen und Sänger aus Geldern und Kerken sowie Bläserinnen und Bläser des Bezirkposaunenchors Unterer Niederrhein.

Für die Verpflegung sorgen die Besucher selbst: Genügend Bänke und Tische stehen bereit, um Eigenes zu genießen und vielleicht zu teilen, so dass den Tag über ein großes Picknick auf dem Wiesengelände stattfinden wird. Dort kann man zeitweise auch der Musik der internationalen Gruppe "Klefor" aus Kleve, den Posaunenchor-Bläsern oder dem Issumer Chor beim offenen Singen zuhören.

Gegen 16 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher das N.N. Theater mit seinem eigens für das Reformationsjubiläum geschriebenen Stück: „Ich fürchte nichts …“.

Am Tag gelten die Eintrittspreise des Parks (www.apx.lvr.de), Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. In den Kirchengemeinden des Kirchenkreises sind im Vorfeld Karten zum ermäßigten Preis erhältlich. 


Musiktheateraufführungen führen bis Wittenberg


Schülerinnen und Schüler des Theodor-Fliedner-Gymnasiums in Düsseldorf erzählen biblische Geschichten neu. „einfach lebendig“ heißt ihr Musiktheater, das sie bereits auf den Kirchentag in Berlin gebracht hat. Am 24. Juni, 17.15 Uhr gastiert die Gruppe in der Johanneskirche in Düsseldorf. Und vom 10. bis 13. Juli ist sie in Wittenberg in der Weltausstellung Reformation „Tore der Freiheit“.

Weitere Details

Über den Premierenabend


Theater, Kunst und Musik - Kultur zum Reformationsjubiläum
Teaser lädt zum Theater

Bewegtbild als Einladung, eine der Vorstellungen zu besuchen. Film als Appetithappen, das N. N. Theater - soweit nicht längst geschehen - einmal in die eigene Gemeinde einzuladen: Zum Theaterprojekt „Ich fürchte nichts …“ anlässlich des 500. Reformationsjubiläums gibt es inzwischen einen Videotrailer.


Kunst macht Station in Essen

Das Kunstprojekt „reFORMation – transFORMation“ der Evangelischen Kirche im Rheinland zum 500. Reformationsjubiläum zieht weiter Kreise. Noch bis 9. Juli sind die Kunstwerke im Kunstraum Notkirche in Essen zu sehen. Dort waren im Mai u.a. Studierenden von der Düsseldorfer Kunstakademie aus der Klasse von Prof. Rita McBride zu Gast. Mehr


Lutherbilder in Düsseldorf

Das Gesicht der Reformation, die sich zum 500. Mal jährt, ist Martin Luther. Die Ausstellung „Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten“ ist noch bis 9. Juni in Düsseldorf im Haus der Kirche, Bastionstraße 6, zu sehen.


Kindermusiktheater in Essen vor der Uraufführung

„Tinte, Tod und Teufel“ heißt das Kindermusiktheater zum Reformationsjubiläum, vom Kirchenkreis Essen in Auftrag gegeben. Reformator Martin Luther spielt eine wichtige Rolle in diesem Stück – aber auch die Gegenwart kommt in den Blick: Träume, Wünsche und Ängste. Fragen nach Leben und Tod. Uraufführung ist am 17. Juni um UNESCO Welterbe Zollverein, die zweite Aufführung am 18. Juni, beide Aufführungen beginnen um 17 Uhr.  


Festkonzert in Koblenz

Die Deutsche Messe nach Johann Walter und Martin Luther wird beim Festkonzert zum 500. Reformationsjubiläum am 11. Juni in der Florinskirche in Koblenz erklingen. Beginn ist um 17 Uhr.


Reformationssymphonie im Altenberger Dom

Beim Festkonzert zum 500. Reformationsjubiläum am 6. Juli, 20 Uhr, im Altenberger Dom werden die Vertonung des 98. Psalms und die Reformationssymphonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Max Regers 100. Psalm zur hören sein. Andreas Meisner leitet das Konzert.


16-Jähriger gewinnt Poetry Slam „HimmelsWorte“

Er ist 16 Jahre alt, besucht in Neukirchen-Vluyn das Julius-Stursberg-Gynmasium, heißt Jannis und ist der Gewinner des Poetry Slams „HimmelsWorte“. Jannis erzählt die Geschichte eines jungen Muslims, der sich - in Deutschland ausgegrenzt - radikalisiert und zum IS geht. Er stirbt in diesem Krieg. „Und das alles, weil Du nicht verstehst, dass es hier im Endeffekt gar nicht um Religion geht. Es ist ein Krieg wie jeder andere, es geht nur um Geld und Macht“, erklärt Jannis.

16 Jugendliche nahmen an dem Poetry Slam teil, zu dem der Kirchenkreis Moers anlässlich des 500. Reformationsjubiläums eingeladen hatte. Reime, Rhythmisierungen, Reden. Die Jugendlichen erzählen von Hoffnungen auf ein Leben ohne Angst, der Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Anerkennung, sprechen von Einsamkeit, kritisieren die Politik, aber verweisen auch auf die Gefahren, die von Religion ausgehen können.
Bericht


Liederwettbewerb in Duisburg: Prämiert und publiziert



Die 15-jährige Duisburger Schülerin Clarissa Hansen hat mit dem Lied „Mit Liebe im Herzen zur Freiheit befreit“ Platz eins in der Kategorie „Choral“ beim Liederwettbewerb des Kirchenkreises Duisburg zum 500. Reformationsjubiläum gemacht. Außerdem holte sie damit den Publikumspreis. Der Theologe Okko Herlyn gewann den ersten Preis in der Kategorie „Popsong/Gospel“ mit „Dass aus Dornen“. Für das beste „Kinderlied“ wurde die Duisburger Pfarrerin Silke Hansen ausgezeichnet. Insgesamt  27 Einsendungen gab es zu dem Wettbewerb „Zur Freiheit befreit“. 21 Songs sind jetzt in einem Liederheft erschienen.


Wesentliche Impulse gesetzt: Käßmann-Vortrag im Video
„Impulse der Reformation für die Frauenarbeit heute“ gab die EKD-Reformationsbotschafterin Prof. Dr. Margot Käßmann den Teilnehmerinnen des Oasentags der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland. Die Perspektive von Frauen im Reformationsjubiläum dürfe nicht zu kurz kommen, so Käßmann: "Sie werden immer wieder ignoriert, auch weil wir wenige schriftliche Zeugnisse von ihnen haben. Aber als Pfarrfrauen, als Fürstinnen und auch durch theologische Schriften haben sie wesentliche Impulse gesetzt." Die Beteiligung von Frauen sei kein Seitenthema der Reformation, sondern stehe zentral für ihre Inhalte.

Den Vortrag von Margot Käßmann im Video ansehen


Kissenschlacht im Freien
Eine Brücke sperren. Pflastersteine bunt bemalen. Ein Parkhaus mit einer Polonaise stürmen. Die Künstlergruppe „urbanauten“ hat unter dem Motto „Aus der Kutte springen“ aus Anlass des 500. Reformationsjubiläums einen Flashmob  auf Saarbrücken losgelassen. Nachlesen



An Nahe und Glan startete Andachtsserie
„Auf ein Wort“ heißt die Andachtsserie, die der Kirchenkreis An Nahe und Glan zum 500 Reformationsjubiläum gestartet hat. Zum Beginn predigte ein Arzt. Weiter geht’s im September. Mehr


Videos, Texte und Fotos vom Kirchentag 2017

Foto: DEKT/Nadine Malzkorn

Du siehst mich! So lautete die Losung des Kirchentags im Jahr des 500. Reformationsjubiläums. Du siehst mich – vielleicht in dem ausführlichen Video über den Kirchentag 2017. Hier ist er

Ein schöner Spiegel des Kirchentags ist auch das Kirchentagsmagazin auf der Homepage des Kirchentags: kirchentag.de/aktuell_2017


Einlesen: Literaturtipps zum Jubiläum
„108 x Reformation. Literaturempfehlungen zum Reformationsjubiläum“ heißt das Themenheft, das das Evangelische Literaturportal herausgebracht hat. Wie Fürsten zur Reformationszeit tafeln, Bauern essen und Bürger speisen. Wie die Reformation Deutschland geprägt hat. Wie Luther zur Marke wurde. Das sind nur einige der Themen der Bücher, die in dem Heft  kurz und praktisch vorgestellt werden. Auch Comics und CD's werden vorgestellt – insgesamt genau 108 Neuerscheinungen aus den Jahren 2015 bis 2017.

Information und Bestellungen


„Luthers tönerne Spuren“ im Stadtmuseum Siegburg
Unter dem Titel "Martin Luthers tönerne Spuren" widmet sich das Stadtmuseum Siegburg der Frage, auf welche Resonanz die Reformation in der Bevölkerung der Stadt gestoßen war. Die Ausstellung nehme das 17. Jahrhundert in den Blick, als Siegburg als bedeutendste Töpferstadt im Rheinland galt und sich dort zugleich die Reformation ausbreitete,so das Museum. Gerade in den wohlhabenden und selbstbewussten Töpferfamilien Siegburgs habe die Reformation Anhänger gefunden.

Die reformatorische Thematik und die dadurch entstehenden Konflikte spiegelten sich den Angaben zufolge auch in der Auswahl einiger Motive der Töpfer für ihre Ware: Beispielsweise in Spott-Gefäßen, die den Papst verkappt als Teufel darstellen. Diese Motivwahl war teilweise auch von den Vorgaben einer neuen protestantischen Kundschaft beeinflusst.

Die bis zum 9. Juli dauernde Ausstellung im Stadtmuseum möchte dieser historischen Epoche auf lokaler Ebene nachspüren. Die Keramik der eigenen Sammlung wird ergänzt durch Leihgaben aus anderen Museen. Ein Augenmerk wird auf die Erklärung der Ikonographie auf dem Siegburger Steinzeug gelegt. Das reformatorische Gedankengut verbreitete sich den Angaben zufolge schnell mit Hilfe von Holzschnitten, Kupferstichen, Drucken, Medaillen und Handzeichnungen - einige Beispiele werden auch in der Ausstellung gezeigt.

Die protestantischen Einflüsse waren in Siegburg aber nur vorübergehend. 1573 wurde durch den Stadtherren, den Abt der Abtei Michaelsberg, die Ausübung des protestantischen Glaubens verboten, drei Jahre später alle protestantischen Bürger der Stadt verwiesen. Am Ende der Epoche war Siegburg wieder eine katholische Stadt. Die Töpferei habe danach - auch deshalb - ihre herausragende Bedeutung verloren, hieß es. 

stadtmuseum-siegburg.de


Tipps & Termine
Kirchenkreise

Website der Kirchenkreise Aachen, Gladbach-Neuss, Jülich und Krefeld-Viersen zum Reformationsjubiläum: www.2017-reformation.de

Website des Kirchenkreises An der Agger zum Reformationsjubiläum: www.zukunft-des-glaubens.de

Website der Kirchenkreise Bonn, Bad Godesberg-Voreifel und An Sieg und Rhein zum Reformationsjubiläum: 2017.bonn-rhein-sieg-voreifel.de

Website des Kirchenkreises Düsseldorf zum Reformationsjubiläum: reformation.evdus.de

Website des Kirchenkreises Essen zum Reformationsjubiäum: www.reformation2017-essen.de

Website des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region zum Reformationsjubiläum: www.2017.kirche-koeln.de

Website des Kirchenkreises Moers zum Reformationsjubiläum: von-herzen-evangelisch.de

Website für Neuss zum Reformationsjubiläum: evangelisch-in-neuss-2017.de

Website des Kirchenkreises An der Ruhr zum Reformationsjubiläum: www.reformation.kirche-muelheim.de

Website der Kirchenkreise Saar-Ost und Saar-West zum Reformationsjubiläum: reformation2017-saar.de

Website des Kirchenkreises Solingen zum Reformationsjubiläum: solingen2017.de

Website des Kirchenkreises Trier zum Reformationsjubiläum: vergnügt-erlöst-befreit.de

Website des Kirchenkreises Wesel zum Reformationsjubiläum: reformation-wesel.de

Überregional

Website der EKD zum Reformationsjubiläum: www.ekd.de/reformationsjubilaeum

Website des Vereins Reformationsjubiläum 2017: r2017.org

Botschafterkampagne: chrismon.de/botschafter

Kampagne ReformAction: reformaction2017.de

Kontakt und Hinweis

Martin Engels, Pfarrer, Projektleitung Reformationsjubiläum 2017, 2017@ekir.de
Anna Neumann, Redaktion, redaktion@ekir.de
Website: 2017.ekir.de
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Telefon (0211) 4562-0, Fax (0211) 4562-444,
E-Mail: 2017@ekir.de
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